13
Apr
2018
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Tag 2

Ich war die letzte im Bunde, die angereist ist. Einen Tag bevor die Abenteuer Vietnam Tour so richtig losgegangen ist. Für alle, die auch mal so eine Tour mit Steffen machen wollen, hört auf seinen Rat und reist am besten mindestens (!) zwei Tage vorher an. Bevor es richtig los geht. Um sich zu akklimatisieren, den Jetlag einigermaßen zu überwinden und die Stadt Hanoi mit all ihren Facetten erleben zu können. Um dort richtig einzutauchen und sich evtl. irgend wann auch nicht mehr zu verlaufen… Da ich das alles nicht gemacht habe, muss ich definitiv noch einmal wiederkommen, um Hanoi eine Spur langsamer und intensiver zu erkunden. Vor allem würde ich beim nächsten Mal beim Lachyoga mitmachen…

 
Pünktlich um 6 Uhr sind wir alle startklar. Unser Kleinbus ist vollgestopft mit all unseren Rucksäcken, Getränken, Snacks, Kleidung und Spielsachen für die Kinder, die wir hoffen bald zu treffen. Wir fahren raus aus der Stadt, Richtung Norden. Unser Ziel heißt Hà Giang, wo wir 3 Nächte bleiben wollen. Unser Busfahrer ist ein alter Bekannter, denn er hat schon andere Abenteuer Vietnam Touren begleitet. Ich muss sagen, ich bin sehr dankbar dafür, dass Hoang uns rumfährt, denn er hat einen sehr entspannten Fahrstil und muss nicht ständig alle überholen und dauernd hupen. Das, was die Vietnamesen sehr gerne den ganzen Tag tun. Einfach, um auf sich aufmerksam zu machen, um sich Platz zu verschaffen, zu warnen, was auch immer. Es funktioniert! Die Autos, Mopeds, Busse, Laster, Fahrradfahrer und gerne auch mal Fußgänger kommen zwar von allen Seiten, nachts auch gerne mal ohne Licht, aber es regt sich niemand darüber auf. Alles ist im Fluss. Der ganze Verkehr. Was ich sofort gelernt habe war, nicht stehen zu bleiben. Einfach weiter gehen, wenn ich über die Straße möchte. Sonst hast du verloren und die anderen Straßenteilnehmer können damit gar nichts anfangen und sind eher irritiert als alles andere. 
 
Hoang fährt uns also souverän aus der Stadt hinaus und bald liegt der größte Trubel hinter uns. Nach einer Stunde heißt es erst einmal Frühstücken. Wir halten also an einem Restaurant und essen Suppe oder ein Brötchen mit Rührei und Kräutern. Nach uns wird es richtig voll in dem Laden, sodass wir ziemlich schnell weiter ziehen, um den Anderen Platz zu machen. Wir halten noch drei Mal an. Ein Kaffee zwischendurch muss einfach sein und das Mittagessen darf natürlich auch nicht fehlen. Essen und Trinken (viel viel Wasser!) gehört zu dieser Reise dazu, wie das Atmen. Ly und Heiko haben den perfekten Blick für gute Restaurants. Ly bestellt immer für uns alle, was die ganze Sache sehr erleichtert. Es wird alles auf den Tisch gestellt und jeder nimmt sich, was er möchte. Herrlich. 
 
Der dritte Stop ist die erste Herausforderung der Reise. Wir halten im Grünen in der Nähe eines kleines Dorfes. Jetzt heißt es losziehen, die Umgebung erkunden, die Natur auf sich wirken lassen und vielleicht auch Kontakt zu Einheimischen schaffen. Gleich beim ersten Haus laden mich zwei Frauen ein, Platz zu nehmen und mit ihnen Tee zu trinken. Das einzige Wort, das ich sagen kann ist chào, hallo, ansonsten unterhalten wir uns mit Händen und Füßen und strahlenden Augen. Ein guter Start. Die Begegnungen sind schließlich die Dinge, die bleiben. Im Herzen bleiben. 
 
Nach ca. neun Stunden kommen wir ziemlich erschöpft in Hà Giang an. Die Stadt liegt wunderschön von Bergen umrahmt und ein Fluss schlängelt sich einmal durch sie hindurch. Wir checken kurz ein und schon ziehen wir wieder weiter, denn unser erster Masterlass-Slot steht auf dem Plan. Der Kopf ist danach voll, der Magen allerdings leer, weswegen wir natürlich noch zu Abend essen müssen. Dann heißt es aber ab in die Falle und die ganzen Erlebnisse des Tages erst einmal sacken lassen. 
Text & Bilder Melanie Müller: https://www.melaniemueller-fotografie.de
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